Das Phänomen Trump ist bedenklich und zeigt Spuren einer Ideologie auf. Es färbt ab auf die nationalistischen Bewegungen in der EU. Trotz dieser Gefahr bietet Trump alle Möglichkeit belächelt zu werden – ein Erfolgsgarant?

Es scheint als hätte die führende Politik den Draht zu einem Großteil ihrer Wähler verloren. Entweder sind sie vom wirtschaftlichen Aufschwung ausgeschlossen, oder fühlen sich durch moderne Lebensarten, die ihnen missfallen, ausgegrenzt. Viele Theorien existieren, um den Sieg des extremen Trump zu rechtfertigen. Man kann ihn sehen als Reaktion auf eine Post-Krisen-Entwicklung, die wirtschaftlichen Erfolg noch mehr auf einzelne beschränkt hat. Ebenso zeigt sich jedoch die traditionelle Familie als großer gemeinsamer Nenner unter vielen vergleichbaren Bewegungen. Für wichtig halte ich es auf jeden Fall Trumps Follower, Front National, Afd, Pegida, Fidesz, Geert Wilders, Ukip und ähnliches nicht getrennt zu sehen. Sie müssen vor allem im europäischen Rahmen als Rechtsruck gemeinsam erfasst werden, ohne jedoch ihre Eigenheiten und Unterschiede außer Acht zu lassen.

Eine Eigenheit neben anderen sind die jeweiligen Anführer der Parteien, aus denen Trump mit Sicherheit heraussticht. Die Absurditäten möchte ich zur Erinnerung erneut aufzählen.
Seine Erscheinung ist grotesk. Seine Frisur war bereits vor seiner Wahl ein landesweites Rätsel und ist nun mehr denn je sein Markenzeichen. Die vielen Stunden im Solarium werden durch seine orange Haut und die weißen Kreise um die Augen offensichtlich. Auf die Hände möchte ich hier gar nicht eingehen.
Die größte Popularität verdankt er wohl seiner Reality-TV Show. Gespieltes Privatleben zur Schau zu stellen ist die einzige Qualität, die hier erforderlich ist und die mir schwer fällt als Qualität zu bezeichnen. Man muss für die Teilnahme an so einer Show bereit sein sich zum Clown zu machen, daran gibt es wohl keinen Zweifel.
Diese Clownerei wird nur noch von Wrestling übertroffen, woran er auch teilgenommen hat. Wrestling ist mit Sicherheit Fake-News! Das ist alles was ich dazu sage.
Die Sprache bleibt aber das Beeindruckenste. Er wiederholt sich ständig. Er widerspricht sich innerhalb von fünf Minuten meist mehrfach. Über komplexe Zusammenhänge lässt er fast immer lächerlich allgemeine Sätze fallen, die daran zweifeln lassen, dass er überhaupt verstanden hat worum es geht. Übersetzungen, die nahe an seinem Sprachniveau bleiben, verdeutlichen es finde ich am eindrucksvollsten, denn auf Deutsch hat noch niemand in der Öffentlichkeit gewagt so beschränkt zu reden, was die Andersartigkeit seiner Sprache unterstreicht. Das gezielte Brechen von Tabus und die Verrohung der Sprache kommt noch verstärkend hinzu.
Damit seien die Argumente an dieser Stelle mal beendet, denn meinen Punkt denke ich klar gemacht zu haben – Donald Trump ist ein Clown, wie er im Buche steht.

Für seine extreme Politik hat dies jedoch keine einschränkenden Auswirkungen. Er zeigt, dass auch hinter der Fassade des Clowns ernst gemacht werden kann. Die Macht, die ihm als neuem Präsidenten gegeben wurde nutzt er und viele hatten genau dies nicht erwartet. Ich will die Proteste gegen Trump nicht klein reden, aber alles Potential, um diesen furchtbaren Präsidenten zu verhindern, wurde sicherlich nicht genutzt. Worum es mir in diesem Artikel geht, sind bestimmte Haltungen, die ihm gegenüber vor seiner Wahl vertreten wurden von Leuten, die sich ihn wirklich nicht gewünscht hatten, aber dennoch nicht rebelliert haben, sondern sich damit begnügt haben ihn klein zu reden. Die folgenden Ansichten waren Fehler, die wir in der Zukunft vermeiden sollten.

Er macht jetzt nur Wahlkampf, aber wenn er regiert wird er gemäßigter!

Hier möchte ich den ersten Vergleich zum dritten Reich anbringen. Ich weiß dass der Vergleich an vielen Stellen hinkt und Trump nicht mit Hitler auf eine Stufe gestellt werden kann. Deswegen will ich beide vergleichen, nicht gleich stellen, und einige Gemeinsamkeiten hervorheben. Wie Trump war auch Hitler ein Clown mit einer anderen Sprache. Er hatte noch viel extremere Reden gehalten und trotzdem machten seine Gegner den gleichen Fehler. Es wurde eine Mäßigung durch die Verantwortung der Macht erwartet, ohne zu merken, dass genau diese Verantwortung die Anführer umso weniger interessiert, je extremer sie sind.

Wenn er erst mal regiert, dann werden die Menschen schon sehen, dass er nichts kann!

Ebenfalls ein schwerer Fehler, da meistens die extremen besonders gut darin sind manipulativ ihre eigenen Schwächen zu überdecken. Der Kampf um wahr und falsch, dessen Zeuge wir im großen Geschreie um Fake-News gerade werden, ist im Grunde genau das.

Lasst uns lieber über seine Frisur lachen, als uns mit seiner Politik zu beschäftigen.

Vielleicht hat das niemand so gesagt, aber oft gingen die Diskussionen doch genau in diese Richtung. Niemand will die Stimmung am Abend versauen und deshalb ist es doch so großartig, dass The Donald genug Angriffsfläche bietet, um ihn mit einem Witz und einem Kopfschütteln abzutun. In einem lockeren Rahmen und mit Freunden kann ich das sehr gut verstehen. Ich will niemandem das Lachen verbieten und ich kann es nachvollziehen wenn Komiker wie Jan Böhmermann sagen, dass das Einzige was man mit Figuren wie Hitler machen kann, ist sich über sie lustig zu machen. Ich warne nur davor diese Komik zu der einzigen eigenen Haltung werden zu lassen. Es sollte genauso wie lustige eben auch ernste Momente geben. Sonst kann es dazu kommen, dass man sich gegenseitig nur noch Signale sendet, die dem Ernst der Lage nicht gerecht werden. Und die Lage ist ernst.

Diese Ansichten zusammenfassend ist meine These, dass ein Clown an der Spitze rechter Bewegungen förderlich sein kann für deren Entwicklung. Sie bekommt einen Platz in dem täglichen politischen Austausch. Ihre Gegner beschränken sich darauf sie als Witz abzutun statt sie zu bekämpfen, was ihre Anhänger sogar noch zusammenschweißt. Somit können sich die Fronten zwischen den Lagern noch zusätzlich verhärten und der Spaltung der politischen Landschaft steht nur noch wenig im Wege. In diesem letzten Punkt hoffe ich mich zu irren. Wir haben eine Geschichte aus der wir lernen können, und die uns zwingt aus ihr zu lernen, denn Verheerendes kann passieren, sollten wir zulassen, dass unsere Demokratie ausgehöhlt wird. Also lasst und dem etwas in den Weg stellen!

Was haltet ihr von meiner These des rechten Clowns?
Habt ihr eher Angst vor Clowns oder lacht ihr lieber über sie?
Findet ihr, dass man Trump als Clown treffend beschreibt?
Ich freue mich über eure Kommentare!

Quelle Beitragsbild: http://www.newslocker.com/en-us/person/stephen-king/listen-to-stephen-king-opera-the-shining-playbillcom/
Ich besitze keine Rechte an diesem Bild und habe es nicht selbst erstellt.

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